Akkuladung
Wenn kein öffentliches Stromnetz zur Verfügung steht, können mit einem Windrad auch Akkus (meist als „Batterien“ bezeichnet) zur Stromversorgung geladen werden. Man spricht dann von einer „Insellösung“, weil man strommäßig wie auf einer Insel lebt. Zur Akkuladung mit einem Windrad brauchen Sie aber einen speziellen Akkulader, weil die Windräder je nach Drehzahl verschiedene Spannungen erzeugen, der Akku aber eine Mindestspannung zum Laden braucht und bei einer Höchstspannung vom Windrad getrennt werden muss. Dazu benötigen Sie einen möglichst „intelligenten“ Laderegler, der die Akkulast nicht zu früh zuschaltet und damit das Windrad schon bei niedriger Drehzahl abbremst. Dazu sollte die Ladespannung möglichst stabil sein, um den Akkus nicht zu schaden.
 

Wenn die Akkus voll sind, sinkt der Widerstand für das Windrad, es hat keine Last mehr und dreht im Leerlauf bis auf gefährliche Drehzahlen hoch. Deshalb muss der Windladeregler bei vollen Akkus auf einen Lastwiderstand umschalten (meist mehrere Heizstäbe).
Sie können unabhängig vom Windrad über einen extra Solarladeregler auch Module an die Akkus anschließen. Das ist eine ideale Ergänzung bei Windstille. Bitte beachten Sie aber, dass Module und Windrad jeweils über eigene Ladereger angeschlossen werden müssen. Das liegt an der unterschiedlichen Ladespannung von Modulen (meist konstant 17 Volt oder 27 Volt) und Windrad (0 -120 Volt).

Mittels eines Wechselrichters können nun aus den 12 oder 24 Volt des Akkus 230 Volt Wechselspannung erzeugt werden, so dass fast so wie im normalen Haus ein „echtes Stromnetz“ zur Verfügung steht. Kaufen Sie aber nur einen Wechselrichter, der sinusförmigen Strom erzeugen kann.



Er ist zwar etwas teurer als die mit „ unechtem“ Sinus (trapezförmig), dafür gibt es aber keine Probleme beim Einsatz von empfindlichen elektrischen Geräten, wie Fernseher, Computer oder Leuchtstoffröhren. Sollen z.B. Kältegeräte (Kühlschrank o. ä.) angeschlossen werden, so ist die Nennleistung des Wechselrichters groß genug zu wählen, weil bei der Startphase viel mehr Strom gezogen wird als im Dauerbetrieb. Überhaupt sollte man vor dem Kauf einer Akku-Anlage erst genau den zukünftigen Stromverbrauch im „Inselbetrieb“ analysieren, damit Energieerzeuger, Akkus und Wechselrichter ausreichen und im richtigen Preis-Leistungsverhältnis stehen.


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